Büroalltag

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Brigitte im Sand

Brigitte im Sand

Madrid

Madrid

Eine durchgehaltene Struktur muss nicht Monotonie ausstrahlen.

Die Türkei hat ihren Präsidenten gewählt

 

Meine Einschätzung.

 

1. Trotz der Einschränkung der Pressefreiheit, trotz der Einschüchterung seiner Gegner, trotz der medialen einseitigen Unterstützung, hat Erdogan nur ( !) knapp über 50% der abgegebenen Stimmen erhalten.

2. Die Kommentatoren in Deutschland heben die geringe Wahlbeteiligung hervor und sehen hier ein “demokratisch-bürgerschaftliches Bewußtsein als Bürger ” der Bundesrepublik.

Dies ist teils überheblich, steht nicht dahinter eine Auseinandersetzung mit der Politik Erdogans ?

3. Daß ca. 46 % der Wahlberechtigten nicht Erdogan gewählt haben, ist ein Zeichen für die Nichtallgewalt Erdogans und seiner AKP. die Konzentrierung der Medien auf ihn verstellt den Blick auf die liberalen  und demokratisch orientierten

Bürger der Türkei.

4. Wie positioniert sich die AKP in Zukunft ? Vielleicht unterschätzen wir hier die Positions Gülls und seiner politischen Freunde.

5. Von Deutschland aus wird sehr undifferenziert kommentiert. Zurückhaltung in allen Richtungen wäre angebracht. Die Fortschritte im westlichen Demokratieverständnis sind aus der türkischen Gesellschaft gekommen und nicht durch Abmahnungen der EU.

 

Europa wird gelinkt

…oder wie ist es zu lesen ( im Handelsblatt vom 12.6.2014 ), daß von den versprochenen 6 Milliarden € für die “BESEITIGUNG DER JUGENDARBEITSLOSIGKEIT in EUROPA ” noch kein Cent abgerufen , geschweige bewilligt wurde.

Wo in Think Tanks Politiktheoretiker und Parlamentarier sich angesichts der Wahlergebnisse 2014 schon Sorgen machen um die nächsten Wahl,  -  als ob Wahlbeteiligung der einzige Gradmesser für demokratisches Bewußtsein sei  – , da reduziert sich der europäische Gedanke eines jugendlichen Arbeitslosen in Spanien oder in Griechenland auf die Umgebung von 50 km seines Lebensraumes, da fragt er sich, wann er selbständig denken und arbeiten, somit leben kann.

Diese Generation wird bei der nächsten Wahl wieder nicht dabei sein, oder  aber , für manch eine , politikwissenschaftlich bemerkenswerte, Wahl sorgen. Und so werden auch bei der nächsten Wahl und bei der Wahlanalyse die Wähler europadistanzierter Parteien stigmatisiert, -   ein Le Pen-Wähler sei ja  Le Pen  -  , so einfach ist es nicht. Europa ist mehr als die Besetzung von Ämtern.

MACBA

MACBA Barcelona

Barcelona März 2014 MACBA

Museu d’Art Contemporani (MACBA) Barcelona

In die Altstadt eingesetzt,
ein weißer Körper, von drinnen nach draußen wirkt das Draußen wie eine museale Lebenslandschaft, innen weiße Ruhe, draußen die Skater, nehmen Besitz vom öffentlichen Raum und geben dem Betrachter Bewegungsanweisungen an die Hand.

Barcelono,Picasso Museum

Die Anfänge der Malerei von Picasso, als 12-13-jähriger malt er kleine Landschaftsbilder auf Holz, zart, ganz bei sich, wie wohl später nie mehr . Kein Einfluß einer “Kunstszene” zu spüren.
Auf dem Wandtext: ENCOURAGED BY HIS PARENTS…
Was braucht es mehr, um sich entwickeln zu können.

Sicherheitskonferenz München 31.1.2014, Bundespräsident Gauck und die Internationale

Bundespräsident Gauck als erster Redner zur Eröffnung der 50.Sicherheitskonferenz in München. Angekündigt war seine Rede  als Aufbruch in die internationale Verantwortung Deutschlands, was immer das heißen mag.

Erwartungshaltung: groß, der geneigte Zuhörer erwartet etwas wie “über den Tellerrand gucken”,” das Brot mit anderen teilen”, nicht das Diktat der Empörung, sondern die diffizile Art der Diplomatie redend.

Ergebnis: Gauck sprach vom Deutschland als dem besten Deutschland, vom Deutschland der Guten, von der Überwindung der Spaltung, er sprach pastoral, und er sprach in einem Gedankenradius von gefühlten 5 Kilometer, was der Wirkungsweise eines mecklenburgischen Pastors im 19.Jahrhundert entsprach.

 

Nichts von einem Pazifismus, der der Diplomatie das Wort redet, nichts von einer Ermahnung zum Geben, zur Chancengebung für die 4.5. Welt.

Nein, nur ein, ” Seht , wie gut wir sind”. Herr Gauck, das war kleindeutsch.

1988 gekauft und 2013 gelesen …
Meine Empfehlung.

Hans Magnus Enzensberger

Ach Europa!

In den Jahren 1982 bis 1987 verfasst und 1987 bei Suhrkamp erschienen.

Wunderbar, wie Enzensberger auf seiner Tour zu Freunden das Europa beschreibt,
das wir – heute verunsichert – krampfhaft haltend – auf Harmonisierung trimmen wollend –
in uns und vor uns haben.

Keine aktualisierte Ausgabe, die im Nachhinein manches auf den Zeitgeist trimmt, nein, wahrhaftig und unverfälscht hält uns Enzensberger seine “Vision” noch vor dem Fall der Mauer und des Glasnost in Osteuropa vor.

Mit einem Augenzwinkern zeigt er das Europa des positiven Chaos, das Europa der Ungleichheiten als Chance für dasselbe.

Und in seiner Vision im Epilog – er versetzt sich in einen amerikanischen Journalisten des Jahres 2006 zeigt er uns den Spiegel vor.

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Über denk-statt

Ein Raum zum Denken, zum Philosophieren,
kein Raum für Ideologien, ein Raum für Visionen,
kein Raum für das “Zurück zur Ordnung”.

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