Winterimpressionen,

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Romy im Schnee, Nikon , analog, unbearbeitet.

Fotos: Horst G. Weller

Der Historiker Heinrich August Winkler zu Europa und der Türkei

“…Ein Fehler hingegen war es , Beitrittsverhandlungen mit der Türkei zu beginnen – aus geostrategischen Gründen.

Obwohl nicht zu erwarten war, daß diese die politischen Voraussetzungen einer EU-Mitgliedschaft in absehbarer Zeit erfüllen würde.”

 

Interview im Stern , 30.6.2016

Die ICH-Gesellschaft

Das Phänomen in den den europäischen Gesellschaften:

In den letzten Jahrzehnten des 20.Jahrhunderts war Europa einem “Individualisierungsschub von bislang unerkannter Reichweite” ausgesetzt.( Ulrich Beck )

 

Maggie Thatcher: “There is no such thing as society.”

 

Wo keine Gesellschaft sich formuliert, da existiert auch kein WIR.

 

Gerhard Schröders : “ICH-AG”

 

In Paris des 2015: “Je suis Charlie”, es hätte auch ein “NOUS” gereicht.

 

Und dort , wo Rechtspopulisten wie die Sprecher der AfD den Begriff “WIR” mobilisieren, da ist WIR nur eine Ansammlung von ICHs.

Erdogan, die AKP …und der “Röhm-Putsch” 1934

Aus der Geschichte lernen…

 

 

Deutschland 2016: muß der Atheismus verteidigt werden ?

Ja,

denn wenn der Büchnerpreisträger Martin Mosebach beteuert, daß ihm ein Muslim “auf jeden Fall näher” sei als ein Atheist,

und Ungläubige   ” in ihrer Vollausbildung als Menschen beeinträchtigt”seien, so Mosebach,

dann ist es Zeit , einen Lehrstuhl für Atheismus zu etablieren.

Wie weit weg ist unsere Gesellschaft von einem verbindlichen Unterricht , der “Philosophie, Ethik und das Wissen über Religion verbindet”.

( Jürgen Krätzer, Professor für Literaturdiktaktik, dessen Aussführungen in der ZEIT vom 18.8.2016 ich hier aufgreife).

Wieder verwendbar…

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Die deutsche Regierung sucht den Anschluß

Nein, nicht wie beim Atomausstieg, nicht wie bei der Flüchtlingsfrage…Die deutsche Regierung hat dazugelernt: bei der Elektromobilität gilt:

Zuerst die alternative Infrastruktur schaffen, dann werden  die Bürger doch noch die E-Autos kaufen,…, mit einer Prämie,…., diese wird zu 50% von der deutschen Autoindustrie übernommen.

Gut, dazugelernt, aber …, wie wäre es, wenn die deutsche Autoindustrie sich endlich  zu diesen Mobilitätswandel bekennen würde…?

Schon vor einem Jahr war es für mich  möglich, durch Deutschland zu reisen (Magdeburg, Supercharger)

Politik und Poetik – Auszug aus einem Gespräch von Claus Leggewie, Politologe, und Alexander Kluge, Filmemacher und Autor, 2011

Die  Behandlung verschiedener Themen in Europa durch die Politik und die Medien lassen mich die beiden , Alexander Kluge und Claus Leggewie, aus 2011 zitieren.

Leggewie:

“Das Politische und das Erzählende bedingen einander.”

 

Kluge:

“Was an Überfülle gesammelter Tatsachen von selbst entsteht, bildet zunächst eine Wüste, ein “übermächtige zweite Natur”. Das Überangebot von Fakten in der Welt, von Meldungen in den Medien und von Information im Netz, provoziert eine Abwehrhaltung in den Menschen: gib mir einen Grund, das Zuviel davon abzuwählen, und ich kann mich in der Welt bewegen.

Was wir brauchen und bauen könnten , ist Vielfalt. Sie entsteht dadurch, daß sich zunächst die wichtigen Tatsachen nicht gegenseitig erschlagen, wie im März dieses Jahres ( 2011) , sondern daß sie einander nebeneinander dulden.

Das ist das, was erzählen heißt. Insofern gehört das POETISCHE zu den Lebensmitteln, von denen das POLITISCHE sich nährt.”

 

 

 

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Die Welt ist bunt

An einer Nürnberger Mittelschule: eine Eingangsklasse von Kindern aus 12 Ländern,
… aus Flüchtlingsfamilien.
“Fragen Sie mich bitte nicht nach der Legitimität des Flüchtlingsstatus. Es sind Kinder, die sind einfach da, und sie lernen in der Schule, und das ist gut so.”
Sagt mit der betreuende Lehrer und setzt mir meine Grenzen, von legitimen Flüchtlingen zu sprechen.

Im Januar habe ich die Klasse besucht. ich konnte fragen, ich wurde befragt.
Ich besuche die Klasse nach 4 Monaten und bin überrascht von den Sprachkenntnissen der deutschen Sprache und vom sozialen Umgang miteinander.
Ein Projekt über drei Tage, zusammen mit einer Kunstpädagogin von “außen”, individuelle Arbeiten, als Vorlauf  einer Gruppenarbeit, Fantasie, Abstimmung in der Gruppe, ich beobachte nur …
Die Welt kann so bunt sein.

 

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Der italienische Ministerpräsident Renzi zu Europa: “back to the future”

Am 1.Juli 2015  hielt Renzi eine Rede an der Humboldt Universität in Berlin.

Neben Politikern, Wissenschaftlern waren mindestens 500 Studenten anwesend.

Zu ihnen sprach Renzi in einer Art, die ich lange , was Europa betrifft , vermißt habe.

Ich zitiere:

” Wir brauchen Euch und diese Räume des Denkens, nicht die Glaskuppel in Brüssel, wir brauchen Eure Gedanken, eure Visionen.”

“Wir haben bei uns in Italien nicht Kürzungen vorgenommen, um dann zu sehen, daß das in Griechenland nicht passiert “

“Europa muß stark sein, um mit anderen die Probleme der Welt wie Terrorismus, Flüchtlingsströme zu versuchen zu lösen.”

 

Seine Rede basierte auf einem integrativen Ansatz und auf Kooperation, nicht auf Konfrontation.

 

Die Hoffnung auf einen neuen Ansatz, der , wie der Titel seiner Rede, sich auf die Politik von Adenauer, Brandt und Kohl bezieht.

 

Renzi sprach von sich als 14-jährigen, als er mit seiner Familie in Mailand den Fall der Mauer in Deutschland feierte.

 

Wie , so Renzi, kann ich heute meinem 14-jährigen Sohn erklären, daß wir in Europa wieder Mauern bauen wollen.

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